Gemeinschaftspraxis Kardiologie & Pneumologie - Mainaschaff
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Schlafmedizin

Schlafstörungen

Der Schlaf

ist eine komplexe Leistung des Körpers. Um tagsüber voll leistungsfähig zu sein, muss der Mensch erholsam schlafen.

Störungen des Schlafes, wie etwa Schnarchen mit Atempausen, Ein- oder Durchschlafstörungen oder Schlafwandeln beeinträchtigen das Befinden am Tag und bringen teils gravierende Risiken mit sich.

Die häufigste Schlafstörung beim erwachsenen Menschen ist das obstruktive Schlafapnoe-Syndrom. Ursächlich ist eine Instabilität der oberen Atemwege. Wenn der Muskeltonus im Schlaf nachlässt, fällt der Atemweg zusammen. Beim Einatmen strömt jetzt keine neue Luft in die Lunge, die Sauerstoff – Sättigung im Blut fällt ab. Der Sauerstoffmangel im Blut löst eine Weckreaktion aus. Der Patient durchläuft unter Umständen die gesamte Nacht einen Kreislauf aus Einschlafen, Atempause, Weckreaktion und nachfolgend vermehrter Atmung. Die wertvollen Schlafstadien werden in diesem Falle nicht mehr erreicht.

 

Durch einen vermehrten Stress steigen z.B. das Herzinfarkt- und Schlaganfallrisiko jeweils etwa um das 3-fache an.
Seltener besteht ein zentrales Schlafapnoe-Syndrom, in diesem Fall ist die Regulation der Atmung im Gehirn gestört.

Ein Hypoventilations-Syndrom wird durch eine Muskelschwäche z.B. bei Übergewicht  oder einer strukturellen Lungenerkrankung hervorgerufen.

Das Spektrum der Schlafmedizin umfasst auch vermehrte Schläfrigkeit (Hypersomnie), Schlafmangelsyndrome (Insomnie), Bewegungsstörungen im Schlaf oder die Parasomnien, unter die auch das Schlafwandeln eingeordnet wird.

Diagnostisch stehen das Gespräch mit dem Arzt und das Ausfüllen von Fragebögen sowie eine Diagnostik mittels Schlaf-Messgeräten im Vordergrund. Manchmal ist eine Vorstellung im Schlaflabor erforderlich.

Schlafuntersuchung

Störungen des Schlafs sind häufig und belastend. Sie äußern sich als Müdigkeit am Tage, fehlender Erholsamkeit des Schlafes, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen, Schnarchen mit oder ohne Atempausen, unwillkürlichen Bewegungen von Armen und Beinen oder hohem Blutdruck trotz medikamentöser Therapie. Auch häufiges nächtliches Wasserlassen oder Erwachen mit Erstickungsgefühlen oder Reizhusten können auf eine Schlafstörung hinweisen.

Zur Abklärung erhalten Sie zunächst einen speziellen Fragebogen, nachfolgend werden Sie ergänzend über Ihre Symptome und Risikofaktoren befragt. Häufig ist eine ambulante Schlafuntersuchung erklärend. Hierfür bekommen Sie in unserer Praxis ein kleines Gerät ausgehändigt, welches in der folgenden Nacht Atempausen, Schnarchen, Sauerstoffsättigung und Pulsfrequenz registriert. Ist eine Klärung anhand der Screening-Untersuchung nicht erfolgreich, wird ggf. eine sogenannte Polysomnografie veranlasst.

Diese Untersuchung erfolgt je nach den Umständen stationär oder ambulant.

Störungen des Schlafs sind häufig und belastend. Sie äußern sich als Müdigkeit am Tage, fehlender Erholsamkeit des Schlafes, Konzentrationsstörungen und Kopfschmerzen…

Polygrafie

Mit einem kleinen Gerät werden Atmung, Körperlage, Schnarchen, Sauerstoffkonzentration und Herzfrequenz für eine Nacht überwacht.

 

 

Polysomnografie (“Schlaflabor-Untersuchung”)

Zusätzlich zu den Parametern der Polygrafie werden u. a. die Schlafstadien anhand der Hirnstromkuven abgeleitet. So können Weckreaktionen und auch die Verteilung der Schlafstadien beurteilt werden.

Weitere Messfühler stellen z.B. regelmäßige Beinbewegungen und Lichteinfall fest.